{"id":120057,"date":"2022-04-04T16:19:02","date_gmt":"2022-04-04T14:19:02","guid":{"rendered":"https:\/\/test.nearshorefriends.de\/?p=120057"},"modified":"2025-09-15T08:25:12","modified_gmt":"2025-09-15T06:25:12","slug":"grunduberlegungen-zum-nearshoring-und-modelle-der-zusammenarbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nearshorefriends.com\/de\/grunduberlegungen-zum-nearshoring-und-modelle-der-zusammenarbeit\/","title":{"rendered":"Grund\u00fcberlegungen zum Nearshoring und Modelle der Zusammenarbeit"},"content":{"rendered":"<div id=\"bsf_rt_marker\"><\/div>\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"120057\" class=\"elementor elementor-120057 elementor-119901\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-327ab847 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"327ab847\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-3e5ae22f elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"3e5ae22f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<h2>Nearshore Outsourcing \u2013 Einfach erkl\u00e4rt in 5 Minuten<\/h2>\n<p>\u00dcberlegen Sie gerade, ob IT-Outsourcing das Richtige f\u00fcr Ihr Unternehmen ist? Und stehen Sie vor der Frage, in welche Regionen Sie verlagern, ob Nearshoring eine Option ist? Dann finden Sie in diesem Blog <strong>alles Wichtige, was Sie \u00fcber Nearshoring wissen m\u00fcssen<\/strong>. Wir erkl\u00e4ren, welche grunds\u00e4tzlichen \u00dcberlegungen zu Beginn stehen. \u00a0Auf der Suche nach IT-Fachkr\u00e4ften\u00a0 \u00dcblicherweise gibt es <strong>zwei Hauptgr\u00fcnde<\/strong>, warum sich Unternehmen mit den Thema Outsourcing besch\u00e4ftigen und dar\u00fcber auf das Konzept des Nearshorings treffen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Unternehmen sind auf der Suche nach IT-Fachkr\u00e4ften in Deutschland bzw. im DACH-Raum. Jedoch ohne Erfolg: Die Stellen k\u00f6nnen trotz intensivem Recruiting nicht besetzt werden. Es liegt ein <strong>Fachkr\u00e4ftemangel<\/strong>IT-Fachkr\u00e4fte sind vor Ort zu finden. Allerdings sind die Geh\u00e4lter f\u00fcr Unternehmen nicht darstellbar, sprich die <strong>Fachkr\u00e4fte sind zu teuer<\/strong>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ob nun der Fachkr\u00e4ftemangel oder die hohen Geh\u00e4lter die Unternehmen unter Druck setzen, das Resultat ist das gleiche. Um wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben und sein Gesch\u00e4ft weiter erfolgreich zu betreiben, muss man sich auf die Suche nach Alternativen begeben. Oft ist dies dann der Beginn \u00fcber Outsourcing nachzudenken. Leistungen werden nicht mehr im Unternehmen selbst erbracht, sondern ausgelagert. An andere Anbieter, an andere Standorte, in andere L\u00e4nder. \u00a0Onshoring, Nearshoring, Offshoring \u2013 Was ist der Unterschied?\u00a0 Das Thema Outsourcing ist recht umfassend, und es gibt da einige grunds\u00e4tzliche Zusammenh\u00e4nge, die man als Entscheider kennen muss. Eine wichtige Unterscheidung wird durch die Begriffe <strong>Onshoring, Nearshoring und Offshoring<\/strong> getroffen.<\/p>\n<p><\/p>\n<p>Von Onshore spricht man, wenn die Arbeit im gleichen Land erledigt wird, in welchem das Unternehmen ans\u00e4ssig ist. F\u00fcr ein deutsches Unternehmen w\u00e4re dies eine weitere Niederlassung in Deutschland oder eine Zusammenarbeit mit einem in Deutschland ans\u00e4ssigen Dienstleister. Betr\u00e4gt die Distanz zwischen dem Outsourcing-Land und Deutschland mehr als 3 Flugstunden, so befinden wir uns im Bereich des Offshorings. Wir reden hier also von L\u00e4ndern wie Indien, Ferner Osten, S\u00fcdamerika etc. Von Nearshore sprechen wir, wenn 1-2 Flugstunden n\u00f6tig sind, um das Zielland zu erreichen. Gemeint sind hier also Osteuropa, S\u00fcdeuropa oder Nordafrika. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil mit den verschiedenen Regionen unterschiedliche Zeitzonen und Zeitverschiebungen, kulturelle Unterschiede, Kosten und auch Sprachkenntnisse verbunden sind. Je weiter weg ein Land ist, umso gr\u00f6\u00dfer werden beispielsweise die <strong>kulturellen Unterschiede<\/strong> und umso schwieriger wird es, sich pers\u00f6nlich zu treffen. Sind die kulturellen Unterschiede zu gro\u00df, dann kann das leicht zu Verst\u00e4ndnisproblemen f\u00fchren \u2013 auch wenn die Sprachkenntnisse auf beiden Seiten gut sind. Denn oft kommt es darauf an, zu verstehen was zwischen den Zeilen gemeint ist. Kommunikation findet immer im kulturellen Kontext statt. Eine <strong>Zeitverschiebung<\/strong> kann zudem einen massiven Einfluss auf die Produktivit\u00e4t haben, weil das Team in Deutschland sich nicht ad hoc mit dem Team in S\u00fcdostasien austauschen kann. \u00a0Freelancer, Outsourcing-Anbieter oder eine eigene Tochtergesellschaft?\u00a0 Ein weiterer Faktor, den es zu ber\u00fccksichtigen gilt, ist die <strong>Zeitdauer<\/strong>. Handelt es sich um ein Projekt von ein paar Wochen oder ein paar Monaten, oder wird ein Team auf unbestimmte Zeit ben\u00f6tigt? Wenn ein Projekt nur ein paar Wochen oder Monate dauert, dann ist es eventuell sinnvoll, einen <strong>Freelancer<\/strong> zu suchen \u2013 zum Beispiel auf entsprechenden Portalen wie Upwork. Dauert das Projekt jedoch l\u00e4nger und wird eher ein Team statt einer Einzelperson ben\u00f6tigt, dann ist es empfehlenswert, mehr Zeit und M\u00fche in die richtige Auswahl des Outsourcings zu investieren und einen <strong>Outsourcing-Anbieter mit ins Boot<\/strong> <strong>zu nehmen<\/strong>, der sich zum Beispiel vor Ort auskennt oder die Infrastruktur wie R\u00e4ume und IT zur Verf\u00fcgung stellt. Und wenn es sich sogar um eine ganze Pipeline an Projekten handelt oder ein Produkt entwickelt werden soll, dann tendiert man eher zu einem eigenen <strong>Softwareentwicklungsteam oder einer eigenen Tochtergesellschaft<\/strong> im Ausland. Hier spielen auch \u00dcberlegungen hinsichtlich Intellectual Property (IP) eine wichtige Rolle. \u00a0Modelle der Zusammenarbeit im Nearshoring\u00a0 Hat ein Unternehmen die Entscheidung getroffen, mit einem Outsourcing-Anbieter zusammenzuarbeiten, dann muss als N\u00e4chstes bedacht werden, wie die vertragliche Ausgestaltung ist. In Deutschland kennen wir \u00fcblicherweise zwei Standardmodelle der Zusammenarbeit:<\/p>\n<ul>\n<li>den <strong>Dienstvertrag<\/strong>, in dem ein Service geschuldet wird undden <strong>Werkvertrag<\/strong>, bei welchem der Output, das Werk, in unserem Fall die Software geschuldet wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"background-color: white; font-family: -apple-system, BlinkMacSystemFont, 'Segoe UI', Roboto, 'Helvetica Neue', Arial, 'Noto Sans', sans-serif, 'Apple Color Emoji', 'Segoe UI Emoji', 'Segoe UI Symbol', 'Noto Color Emoji';\">Black Box \u2013 Der Werkvertrag<\/span>\u00a0 Bei der Black Box handelt sich um einen klassischen Werkvertrag. Der Auftraggeber beschreibt das Endprodukt, und der Auftragnehmer benennt einen Preis, einen Liefertermin und ist am Ende daf\u00fcr verantwortlich das Produkt zu liefern. \u00a0 <strong>In der Softwareentwicklung sieht das dann idealtypisch so aus<\/strong>:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Spezifikation wird vom Auftraggeber erstellt, die unter Umst\u00e4nden sehr lang sein kann.Ein Fixpreis wird vereinbart, der vom Auftraggeber zu bezahlen ist, wenn die Software ausgeliefert wird, also die Leistung erbracht ist.Der Outsourcing-Partner informiert laufend \u00fcber den Status und Fortschritt des Projektes.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0 In der Praxis sieht dies jedoch oft ganz anders aus. <strong>Folgende<\/strong> <strong>Problemstellungen<\/strong> <strong>sind in der Softwareentwicklung recht h\u00e4ufig<\/strong> anzutreffen:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Anforderungen werden durch den Auftraggeber oftmals ge\u00e4ndert und der Preis muss dementsprechend angepasst werden.Sowohl Auftraggeber als auch Auftragnehmer stellen mitten im Projekt fest, dass die Spezifikation l\u00fcckenhaft ist. Diese L\u00fccken beeinflussen den Preis jedoch massiv, denn um sie zu schlie\u00dfen, muss zus\u00e4tzliche Entwicklungszeit aufgebracht werden bzw. zus\u00e4tzliche Ressourcen sind notwendig. Hier verbirgt sich ein gro\u00dfes Konfliktpotenzial.Zudem gehen Anbieter oft von unterschiedlichen Annahmen aus, basierend auf der Spezifikation. Es ist daher auch nicht zwingend sinnvoll, bei einem Preisvergleich zwischen verschiedenen Outsourcing-Anbietern den billigsten Anbieter zu w\u00e4hlen, denn der g\u00fcnstige Dienstleister hat eventuell diese L\u00fccken noch zu einem weit gr\u00f6\u00dferen Ma\u00df \u00fcbersehen als der teurere Anbieter.Der Auftraggeber hat keinen Einblick und auch keine Entscheidungsgewalt dar\u00fcber, wer an der Software arbeitet und ob die Software effizient entwickelt wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Aus unserer Erfahrung gehen in der Softwareindustrie mindestens 30% dieser Projekte schief<\/strong>, weil entweder das Budget, die Qualit\u00e4t oder die Termine nicht eingehalten werden. \u00a0White Box \u2013 Der Dienstvertrag\u00a0 Bei einer White Box-L\u00f6sung im Outsourcing wird eine <strong>Vereinbarung \u00fcber einen Service<\/strong> getroffen. Das sieht im Detail so aus:<\/p>\n<ul>\n<li>Der Outsourcing-Partner stellt dem Auftraggeber passende Fachkr\u00e4fte vor. Der Auftraggeber entscheidet, mit welchen IT-Experten er zusammenarbeiten will.Es wird kein Fixpreis vereinbart, sondern ein Stundensatz pro Mitarbeiter.Der Auftraggeber gibt den Teammitgliedern Aufgaben. Er ist st\u00e4ndig in engem Kontakt mit dem Team und f\u00fchrt es.Dar\u00fcber hinaus definiert er, mit welchen Methoden und Prozessen gearbeitet werden soll (Kanban, Scrum etc.).Da der Auftraggeber nahe am Prozess und Team ist, kann er sehr flexibel die Anforderungen anpassen, um schneller ans Ziel zu kommen. Auch erh\u00e4lt er ein schnelles Feedback vom Team.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Vorteil liegt darin, dass hier Kosten eingespart werden k\u00f6nnen und eine <strong>flexiblere Produktentwicklung <\/strong>stattfindet. Da es kein starres Pflichtenheft gibt, wird das Produkt agil vom Prototyp zum Endprodukt inkrementell weiterentwickelt. Eine solche Zusammenarbeit kann kurzfristig angelegt sein, indem man mit Freelancern zusammenarbeitet, oder l\u00e4ngerfristig durch ein eigenes Entwicklungsteam erfolgen. \u00a0Wie sieht die praktische Umsetzung aus?<strong>Bei l\u00e4ngerfristigen und gr\u00f6\u00dferen Projekten ist es von Vorteil, eine individuelle L\u00f6sung zu w\u00e4hlen<\/strong>, denn beide Formen (White- oder Black-Box) sind des \u00d6fteren nicht die Ideall\u00f6sungen. Durch die Kombination von Teilen aus beiden Vertragsformen k\u00f6nnen individuelle Bed\u00fcrfnisse beider Vertragsparteien sehr gut abgebildet werden. So kann ein eigenes Team (ein sogenanntes <strong>Dedicated Team<\/strong>) bei einem Outsourcing-Provider angesiedelt sein. Die Teammitglieder arbeiten exklusiv und zu 100% f\u00fcr den Auftraggeber. Das Team wird speziell f\u00fcr den Auftraggeber zusammengestellt. Das Recruiting \u00fcbernimmt hier der Outsourcing-Anbieter \u2013 Die finale Entscheidung, mit wem der Auftraggeber zusammenarbeiten m\u00f6chte, wird hingegen von ihm getroffen. Nat\u00fcrlich kann vor Ort auch eine eigene <strong>Tochtergesellschaft<\/strong> gr\u00fcndet werden. Dies setzt jedoch voraus, bereits einige Erfahrungen im Outsourcing und Nearshoring gesammelt zu haben. Au\u00dferdem m\u00fcssen sehr gute Kenntnisse des jeweiligen Arbeitsmarktes, der Sprache, der Kultur, des Lohnniveaus, des Arbeitsrecht, des Gesellschaftsrecht usw. vorhanden sein. Sehr oft kommt man schneller ans Ziel, wenn man das bereits vorhandene <strong>Wissen eines Outsourcing-Anbieters in Anspruch nimmt<\/strong>, denn dieser verf\u00fcgt \u00fcber diese notwendigen Kenntnisse. Das bedeutet, der Auftraggeber kann dann auf dessen Erfahrung auf dem lokalen Markt im Zielland zur\u00fcckgreifen. Weiterhin k\u00f6nnen die B\u00fcror\u00e4umlichkeiten des Anbieters genutzt sowie Backoffice und administrative T\u00e4tigkeiten an ihn \u00fcbergeben werden. Durchaus \u00fcberlegenswert ist es, mit dem Outsourcing-Partner eine \u201c<strong>buy-out clause<\/strong>\u201d zu vereinbaren: Es wird eine Abl\u00f6se pro IT-Consultant vereinbart. Dies ist gerade f\u00fcr Startups interessant, die gegen\u00fcber den eigenen Investoren mehr Personal auf der eigenen Payroll darstellen wollen. Unserer Erfahrung nach machen solche \u00dcberlegungen Sinn, wenn man eine gewisse Teamgr\u00f6\u00dfe erreicht hat. \u00a0Fazit\u00a0 Es lohnt sich, einen genaueren Blick auf das Thema Nearshoring zu werfen. Es gilt, grunds\u00e4tzliche Fragen vorab zu kl\u00e4ren. Die Vorteile der White-Box-L\u00f6sung liegen auf der Hand. Wir m\u00fcssen jedoch auf einen sehr wichtigen Punkt hinweisen: Diese L\u00f6sung mit all seinen Benefits kann man nur dann in Anspruch nehmen, wenn man die <strong>n\u00f6tige Erfahrung im Management von Teams auf Distanz<\/strong> hat und im eigenen Unternehmen der<strong> Software-Entwicklungsprozess entsprechend gestaltet<\/strong> ist. Remote Arbeiten und Remote Work sollten bereits gelebt werden. Ohne diese Voraussetzung sind Nearshoring-Projekte zum Scheitern verurteilt. Deshalb ist es wichtig zu untersuchen, ob man \u201c<strong>Nearshore Ready<\/strong>\u201d ist.\u00a0<\/p>\n<p><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nearshore Outsourcing \u2013 Einfach erkl\u00e4rt in 5 Minuten \u00dcberlegen Sie gerade, ob IT-Outsourcing das Richtige f\u00fcr Ihr Unternehmen ist? Und stehen Sie vor der Frage, in welche Regionen Sie verlagern, ob Nearshoring eine Option ist? 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